Bundesweite Aktionen zum Tag für sichere Schwangerschaftsabbrüche

Am Tag für sichere Schwangerschaftsabbrüche waren wir in mehreren Städten Deutschlands als FKO auf der Straße.

Berlin

In Berlin startete die Demonstration vor der Charité. Sie ist die größte europäische Universitätsklinik und trotzdem lernen auch hier Medizinstudierende nicht die Methoden eines Schwangerschaftsabbruchs. Um für sichere und legale Möglichkeiten von Abtreibungen zu kämpfen, zogen circa 100 Teilnehmer:innen lautstark durch die Straßen. Organisiert wurde die Demonstration vom Revolutionären Frauenbündnis, dessen Teil wir als Föderation Klassenkämpferischer Organisationen gemeinsam mit Young Struggle und Zora sind. Außerdem wurden wir von Genoss:innen von Roter Bund, Hände Weg vom Wedding und den Kommunistischen Frauen unterstützt. Auch Pöbeleien konnten uns nicht aufhalten, unserem Protest Ausdruck zu verleihen. Umso lauter riefen wir: 218 – Wir vergessen nie! Feuer und Flamme der Bourgeoise!

 

Frankfurt

In Frankfurt waren wir mit 150 Menschen auf der Straße. Lautstark zogen wir gemeinsam mit verschiedenen Organisationen durch das Bahnhofsviertel, um für unser Selbstbestimmungsrecht zu kämpfen. Dabei wurde immer wieder betont, dass dieser Kampf gegen Patriarchat und Kapitalismus geführt werden muss. Denn so lange wir in diesem System leben, können uns erkämpfte Rechte immer wieder auch genommen werden.

Freiburg

In Freiburg haben wir zwei Aktionen durchgeführt. Zu erst beteiligten wir uns an der Kundgebung des Pro-Choice-Bündnis in der Innenstadt. Dort waren wir mit ca. 50 Leuten. Das Frauenkollektiv konnte spontan eine Rede halten, die von vielen Anwesenden besonders positiv aufgenommen wurde. Danach waren wir beim EKZ Weingarten für eine weitere Kundgebung. Neben Redebeiträgen vom Frauenkollektiv und den Kommunistischen Frauen gab es viele Gespräche mit Passant:innen, die ein großes Interesse für unsere Arbeit hatten. Zum Ende der Kundgebung hingen wir noch Kleiderbügel mit Flyern und gemalten Plakaten auf.

In einer Rede des Frauenkollektiv hieß es: „Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen, Gewalt und der Versuch, uns zum Schweigen zu bringen – unsere Unterdrückung in diesem System ist für uns allgegenwärtig. Doch indem wir heute gemeinsam auf der Straße stehen, indem wir auf die Kämpfe auf der ganzen Welt blicken, zeigen wir, dass unser Widerstand nicht gebrochen werden kann. Entscheiden wir uns also dafür, unsere Unterdrückung nicht einfach hinzunehmen: Wenn wir uns zusammenschließen, haben wir eine Welt zu gewinnen!”

Köln

In Köln waren wir gemeinsam mit Zora und dem Offenen Feministischen Treffen auf der Straße. Mit rund 250 Teilnehmer:innen begannen wir die Auftaktkundgebung auf dem Wiener Platz, die mit Pyrotechnik und einem Bannerdrop begrüßt wurde. Es folgten verschiedene Reden, unter anderem von Zora zum Thema Sexismus und vom Frauenkollektiv zum Thema Selbstbestimmung in Zeiten von Krieg und Krise. Danach zog die Demonstration mit lauten Parolen wie „Ob Kinder oder keine entscheiden wir alleine“ durch Mühlheim. Von der Moderation wurde betont, dass die Frage von sicheren Abtreibungen eine Klassenfrage ist. Frauen der Kapitalist:innenklasse konnten sich schon immer größere Freiräume erkaufen, während Arbeiterinnen dazu keine Möglichkeit hatten und haben. Ebenfalls wurde die Blockade vom Marsch für das Leben benannt, bei der Demonstrant:innen auf Faschist:innen und Fundamentalist:innen unsere Antwort, Klassenkampf, gegeben haben. Auch in der Rede der Kommunistischen Frauen bei der Zwischenkundgebung wurde der Zusammenhang zwischen Patriarchat und Kapitalismus erläutert. Zum Ende der Aktion wurde nochmal betont, dass Reformen keine Befreiung bedeuten und der Kampf mit dem Tag nicht vorbei ist, sondern in Zukunft weitergehen wird.

Leipzig

In Leipzig waren wir in der Innenstadt und haben eine Kundgebung mit ca. 40 Teilnehmer:innen mitorganisiert. Laut riefen wir „My body, my choice, raise your voice!“. Viele Passant:innen blieben hier stehen, zeigten Interesse und wir konnten zahlreiche Gespräche über die Bedeutung von legalen, sicheren und kostenfreien Schwangerschaftsabbrüchen führen. Ein thematischer Schwerpunkt war besonders die Situation von jungen Frauen. Ihr Selbstbestimmungsrecht ist noch einmal besonders eingeschränkt, da Minderjährige die Entscheidung für eine Abtreibung nur mit Zustimmung ihrer Eltern treffen können.

Wuppertal

In Wuppertal waren wir gemeinsam mit dem Frauenverband Courage auf der Straße. Bei unserer Kundgebung gab es verschiedene Reden. Gleichzeitig konnten wir mit Passant:innen viele Gespräche führen, viele wurden vom Thema angesprochen und gaben positive Rückmeldungen. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, sich als Frauen zusammenschließen und den Kampf organisiert fortzuführen.

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